Aktivismus ist kein Trend: Werte müssen gelebt werden

Systematischer Rassismus, Diskriminierung und Gewalt sind ein weltweites Problem, das noch zu oft zum Alltag gehört. Die fortlaufenden Morde an People of Color in den vergangenen Jahren offenbaren ein tiefergehendes Problem in der Gesellschaft, das sich auf systemische Intoleranz zurückführen lässt, die Gleichberechtigung verhindert. Im Mai 2020 hielt Heraeus obligatorisch für alle Beschäftigten in den USA Programme zu Diversität und Inklusion ab mit dem Ziel, rassistischer Ungerechtigkeit und ähnlichen Themen einheitlich entgegenzutreten. Im August 2020 etablierte Heraeus Quartz North America eine eigene Fokusgruppe für Diversität und Inklusion für seine Mitarbeitenden, um zum wiederholten Mal und beständig die besondere Bedeutung von Diversität, Inklusion und Empathie für die täglichen zwischenmenschlichen Beziehungen zu betonen. Besonderen Anklang fand dieses Programm am Standort in Buford im US-Bundesstaat Georgia. Die 160 Mitarbeitenden von Heraeus Comvance und Conamic nehmen bis heute an fortlaufenden Gesprächs- und Diskussionsveranstaltungen teil.

Im Juni 2020 löste die Tötung von Rayshard Brooks durch einen Polizisten in Atlanta durch ihre zeitliche Nähe zum Fall George Floyd im Mai enorme öffentliche Aufmerksamkeit aus. Dies bestärkte die Verantwortlichen in Buford noch einmal, einen Gesinnungswandel durch Mitarbeiterschulungen zu fördern. Seitdem die Heraeus Diversität & Inklusion-Fokusgruppe (D & I-Fokusgruppe) als ersten Schritt bereits im Mai 2020 ein Beschäftigtenprogramm zu Diversität und Inklusion organisiert hatte, war es unverändert das Ziel geblieben, die Wahrnehmung solcher Themen unter den Mitarbeitenden ausdrücklich zu erhöhen. „Wir alle haben Vorurteile – ob verdeckt oder offen gezeigt“, ist sich Melissa Miller, Human Resources Business Partner bei Heraeus in Buford, sicher. In den Schulungsveranstaltungen wurden die Mitarbeitenden gebeten, im privaten Rahmen selbst ihre versteckten Vorurteile zu erkennen, sich mit ihnen auseinandersetzen und daran zu arbeiten, sie abzubauen. Die D & I-Fokusgruppe traf sich weiter regelmäßig, um Initiativen zu entwickeln und Anliegen zu behandeln. Zusätzlich fand im Mai 2021 eine zweite große Schulungsmaßnahme für alle Beschäftigten statt, diesmal zum Thema Empathie. Ziel dieser Schulung war es, die Mitarbeitenden in die Lage zu versetzen, Mitgefühl und Verständnis auch für Anschauungen zu zeigen, die nicht den eigenen entsprechen. Zudem waren Vorgesetzte aufgefordert, ihre tieferen Beweggründe für ihre Karrierewahl darzulegen, um über eine offenere Kommunikation bessere Beziehungen zu ihren Mitarbeitenden aufzubauen.

Die D-&-I-Fokusgruppe gehört ein Querschnitt aus allen Beschäftigtengruppen von Heraeus an – von der Produktion und den Vertrieb über die Zentralfunktionen bis zum Management. Das lokale Management unterstützte und förderte die Initiative von Anfang an. In einem Brief an die Belegschaft bekräftigte Tony Musa, President von Heraeus Quartz North America, bereits im Sommer 2020: „Zusammen können wir eine Kraft für unsere Gemeinschaft sein und unseren Part dazu beitragen, dass die Welt die beste Version ihrer selbst wird.“

Integrität als Kompass

Die Trainings für alle Mitarbeitenden waren aber nur der erste Schritt und die D-&-I-Fokusgruppewird bis heute weitergeführt. „Es ist wichtig Diversität, Inklusion und Empathie immer wieder und wieder zu thematisieren, damit innerhalb der Belegschaft Wissen und Sensibilität für das Thema entsteht.“, betont Miller. „Das ist ein guter Weg, um eine Unternehmenskultur zu etablieren, die langfristig ein integratives Umfeld wertschätzt.“

Die D & I-Fokusgruppe hat auch eine Empathie-Kampagne für das Management gestartet, die Führungskräften ermöglicht, sich selbst zu hinterfragen und anschließend empathisch auf die Anliegen von Mitarbeitenden einzugehen. „Ich habe einen Stein“ ist beispielsweise ein von der Fokusgruppe entwickelter Triggerspruch, der es Beschäftigten ermöglicht, ein Arbeitsmeeting zu unterbrechen und direkt ein Mitarbeiteranliegen zu besprechen. Vorgesetzte nehmen sich dann schnell die erforderliche Zeit, um auf ein für den Beschäftigten schwerwiegendes Problem einzugehen. Dies belegt direkt Zuwendung, Mitgefühl und Interesse für das Anliegen. „Ich habe einen Stein“ wird nur gelegentlich genutzt und ist für wichtige Situationen reserviert. Dementsprechend wird es auch ernstgenommen, wenn es jemand laut ausspricht. Weitere Maßnahmen zur Förderung eines optimalen Miteinanders in Buford sind bereits in Planung. Integrität gibt dabei bei allen Aktionen die Richtung vor. „Wir glauben fest daran, dass unser authentisches und aufrichtiges Konzept die Beziehungen untereinander vertieft und eine verbesserte Kultur der Diversität, Inklusion und Empathie zu mehr Produktivität und Erfolg beiträgt“, blickt Miller zuversichtlich in die Zukunft.