Diversität als fester Bestandteil der Unternehmenskultur

Wie bei fast allen großen Konzernen ist der Männeranteil in Spitzenpositionen auch bei Heraeus noch hoch. Dabei hat sich schon oft gezeigt, dass vielfältige, diverse Teams erfolgreicher sind. Diversität hat sich deshalb auch längst mit Blick auf die Zukunft zu einem wichtigen Faktor für die Nachhaltigkeit eines Unternehmens entwickelt. Bei der Geschäftseinheit Heraeus Precious Metals war Diversität 2019 das Hauptthema des jährlichen Managementmeetings und das Management-Team beschloss, das Thema in die Strategie einzubinden. In der Folge wurde eine ganze Reihe an Maßnahmen definiert, um insbesondere im Management-Bereich für mehr Vielfalt in Hinblick auf Geschlecht und Herkunft zu sorgen.

Zahlreiche Umfragen belegen: In Hinblick auf Geschlecht und kulturellen Hintergrund diversifizierte Management-Teams sind erfolgreicher. So arbeiten beispielsweise laut einer McKinsey-Studie von 2020 Unternehmen, die ihren strategischen Fokus auf Diversität legen, deutlich profitabler als solche, die dies nicht tun. Und die englischsprachige Zeitschrift Forbes fand ebenfalls 2020 heraus, dass bei einer hohen Diversitätsquote im Führungsbereich bis zu einem knappen Fünftel (19 Prozent) mehr Innovationen entstehen. Auch innerhalb der Geschäftseinheit Heraeus Precious Metals gab es bereits Beispiele für eine solche erfolgreiche Zusammenarbeit – und doch sah die Ausgangssituation im Jahr 2018 noch so aus: nur eine Frau im zwölfköpfigen Führungsteam und kein einziger Top-Manager aus einem nicht-europäischen Land. Dabei arbeitet die Geschäftseinheit sehr international, über 70 Prozent des Geschäfts spielt sich außerhalb von Deutschland ab. Deswegen und auch, um den sich verändernden Ansprüchen von Bewerberinnen und Bewerbern sowie Mitarbeitenden gerecht zu werden, entschied sich die Unternehmensleitung, das Thema Diversität aktiv voranzutreiben.

Strategische Ziele zur Steigerung der Diversität bis 2024

Im Jahr 2019 rief Heraeus Precious Metals daher eine Initiative ins Leben, um echten Wandel anzustoßen und Diversität nicht bloß als Projekt, sondern als Teil der Unternehmenskultur und integralen Bestandteil der Strategie zu etablieren. Dazu setzte sich das Team bis 2024 die beiden strategischen Ziele, die kulturelle Diversität (Cultural Diversity) um 50 Prozent und die geschlechtsbezogene (Gender Diversity) um 35 Prozent zu erhöhen.

Dazu wurden unter anderem folgende Maßnahmen umgesetzt: Bei den jährlich stattfindenden Talentprogrammen für zukünftige Führungskräfte wurden die einzelnen Abteilungen gebeten, genauso viele Frauen wie Männer vorzuschlagen. Mit dem Erfolg, dass schon im Jahr 2020 50 Prozent Frauen und 50 Prozent Männer teilnahmen. Zudem verbesserte die Geschäftseinheit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So wurde in Elternzeit gehenden Mitarbeitenden in Führungspositionen garantiert, bei ihrer Rückkehr den gleichen Job, auf Wunsch auch in Teilzeit, zu erhalten. Im Führungsteam von Heraeus Precious Metals sind nun Mitarbeitende aus den Hauptsitzen der Regionen USA, Indien und China. Alle eingeleiteten Maßnahmen werden regelmäßig in Workshops überprüft und laufend um neue erweitert – wie etwa eine „Vorbild“-Kommunikationskampagne oder Trainee-Programme, die verstärkt weibliche Talente ansprechen.

„Wir waren und sind davon überzeugt, dass diversere Teams auch mehr Erfolg für uns bedeuten. Die Qualität des Managements wird dadurch steigen, ebenso wie unsere langfristige Profitabilität. Auch, wenn es länger dauert, wollen wir wirkliche Veränderungen umsetzen. Das positive Feedback, das wir von verschiedenen Stellen erhalten, bestärkt uns auf diesem Weg“, blickt Deniz Serifsoy, Senior Vice President HR & Communications bei Heraeus Precious Metals, zuversichtlich in die Zukunft.