Heraeus plant Edelmetallfabrik der Zukunft und Optimierung seiner Produktionslandschaft

Hanau, 31. August 2015

  • Rund 150 Mio. Euro Investitionen in Ausbau der Produktionseinheiten in der Region Rhein-Main
  • Umbau und Konzentration der Produktionskapazitäten an Rhein-Main-Standorten
  • Sozialverträgliche Anpassung der Personalkapazitäten geplant

Der Technologiekonzern Heraeus plant einen grundsätzlichen Umbau seiner Produktionslandschaft in wesentlichen Geschäften. Im Fokus steht dabei die Optimierung und Zusammenführung einiger Heraeus Standorte in der Region Rhein-Main.

Ausbau und Modernisierung wesentlicher Produktionsstandorte

Im Rahmen dieser Aktivitäten investiert Heraeus erhebliche Mittel in seine Geschäfte. So sind für den Um- und Ausbau der Standorte in der Region Rhein-Main Investitionen von rund 150 Mio. Euro vorgesehen.

Neben dem Bau des Innovationszentrums für rund 40 Mio. Euro sowie dem Ausbau der Produktionskapazitäten am Standort Wehrheim für ca. 17 Mio. Euro werden zusätzlich rund 90 Mio. Euro in verbesserte oder neue Produktions- und Logistikeinrichtungen investiert.

Größtes Einzelprojekt ist der Bau einer Industrie 4.0-fähigen Edelmetallfabrik der Zukunft am Standort Hanau. Dort werden alle Edelmetall-Produktionsaktivitäten nach modernsten Industriestandards zusammengeführt. „Mit der Edelmetallfabrik der Zukunft und dem Umbau unserer Rhein-Main-Standorte werden wir unsere Arbeitsabläufe verbessern, Kosten sparen und unsere Wettbewerbsfähigkeit wesentlich stärken“, so Jan Rinnert, Vorsitzender der Geschäftsführung Heraeus Holding.

Geschäftseinheiten bündeln ihre Aktivitäten

Darüber hinaus führt die Geschäftseinheit Heraeus Noblelight ihre in der Region Rhein-Main auf drei Standorte verteilten Aktivitäten in Hanau zusammen. Der Bereich erwartet dadurch deutliche Kosteneinsparungen sowie effizientere Produktionsstrukturen.

Weiterhin wird Heraeus Quarzglas bis 2017 die Produktion am Standort Quarzstraße in Hanau einstellen und die dort ansässigen Aktivitäten in optimierter Struktur nach Kleinostheim umziehen. Ein kleinerer Teil der Produktion wird nach Bitterfeld verlagert. Durch diese Maßnahmen entfallen 70 Stellen. Allen betroffenen Mitarbeitern werden am Standort Kleinostheim neue Arbeitsplätze angeboten.

Frei werdende Personalkapazitäten werden im Unternehmen eingesetzt

Produktions- und produktionsnahe Bereiche im Hanauer Stammwerk werden bis 2017 neu ausgerichtet und modernisiert. Einige Produktionsaktivitäten werden auslaufen. Diese Maßnahmen betreffen rund 400 Stellen von Heraeus Mitarbeitern. Weiterhin fallen 110 Stellen weg, die derzeit von Leiharbeitskräften besetzt sind.

Heraeus plant alle Maßnahmen für die Mitarbeiter sozialverträglich umzusetzen, kann aber betriebsbedingte Kündigungen zu diesem Zeitpunkt nicht ausschließen. Heraeus Mitarbeiter sollen auf offene Positionen innerhalb des Unternehmens versetzt oder mit produktionsnahen Logistik- und Instandhaltungsaufgaben betraut werden, die bisher von externen Dienstleistern erbracht und jetzt wieder in das Unternehmen zurückgeholt werden.

Der Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein 1851 gegründetes und heute weltweit führendes Familienunternehmen. Mit fachlicher Kompetenz, Innovationsorientierung, operativer Exzellenz und unternehmerischer Führung streben wir danach, unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit kontinuierlich zu verbessern. Wir schaffen hochwertige Lösungen für unsere Kunden und stärken nachhaltig ihre Wettbewerbsfähigkeit indem wir Material-Kompetenz mit Technologie Know-how verbinden. Unsere Ideen richten sich auf Themen wie Umwelt, Energie, Gesundheit, Mobilität und industrielle Anwendungen. Unser Portfolio reicht von Komponenten bis zu abgestimmten Materialsystemen. Sie finden Verwendung in vielfältigen Industrien, darunter Stahl, Elektronik, Chemie, Automotive und Telekommunikation. Im Geschäftsjahr 2014 erzielte Heraeus einen Produktumsatz von 3,4 Mrd. € und einen Edelmetallhandelsumsatz von 12,2 Mrd. €. Mit weltweit rund 12.600 Mitarbeitern in mehr als 100 Standorten in 38 Ländern hat Heraeus eine führende Position auf seinen globalen Absatzmärkten.

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