„Jugend forscht“ bei Heraeus: Neues Desinfektionsmittel auf Honigbasis und Plastik verdauende Mehlwürmer als beste Forschungsprojekte ausgezeichnet

Hanau, 13.02.2017

  • Zwei Regionalsieger von Schulen aus Dietzenbach und Fulda treten beim Landeswettbewerb Hessen an
  • 52 Jungforscher gestalten die Zukunft beim 7. Regionalwettbewerb Rhein-Main Ost bei Heraeus

52 Jungforscher bei Heraeus zu Gast

Beim 7. Jugend forscht Regionalwettbewerb Rhein-Main Ost, der am Samstag beim Technologiekonzern Heraeus in Hanau stattfand, konnten sich zwei Forschungsprojekte für den Landeswettbewerb in Darmstadt durchsetzen. Die Jungforscher Paul Drexler und Justus Jehn vom Marianum Fulda überzeugten die Jury mit ihrem Projekt „Honig – ein natürliches Desinfektionsmittel“. Sie machten sich die antibakterielle Wirkung von Honig zu eigen, um ein antialkoholisches Desinfektionsmittel herzustellen. Dafür erhielten sie den Preis für das beste interdisziplinäre Projekt bei Jugend forscht. Lars Steinheimer, Tamara Becker und Yusra Matzker von der Ernst-Reuter-Schule in Dietzenbach überzeugten mit einer herausragenden Leistung. Ihr Projekt „Können Mehlwürmer die Antwort auf unser Plastikproblem sein?“ wurde von „Schüler experimentieren“ zu „Jugend forscht“ hochgestuft. Sie bewiesen, dass Mehlwurmlarven Styropor und Produkte aus Styrol als Futter verwerten können. Die fünf Teilnehmer haben nun die Chance, sich beim Landeswettbewerb Hessen am 14. & 15. März in Darmstadt für den Bundeswettbewerb zu qualifizieren. Auch zwei Hanauer Schulen überzeugten mit zwei ersten Plätzen in der Kategorie „Schüler experimentieren“.

Unter dem Motto „Zukunft – Ich gestalte sie“ stellten sich 26 Projekte in den Kategorien „Jugend forscht“ (12 Projekte) und „Schüler experimentieren“ (14 Projekte) dem spannenden Wettbewerb. Die 52 Jungforscherinnen und Jungforscher kamen diesmal von Schulen aus Hanau, Fulda, Freigericht, Gelnhausen/Hailer, Rödermark, Dietzenbach, Frankfurt und Seligenstadt.

Aus den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften sowie Technik wählte eine Jury unter Leitung von Wettbewerbsleiter Hans Werner Bechtoldt (Humboldtschule Bad Homburg) die besten Arbeiten aus. Bei den originellen Projektarbeiten ging es beispielsweise um Efeu und alte Heilpflanzen, Hausstaub und Weihrauch, um Alltagshilfen für Blinde und Farbenblinde, molekularen Kaviar oder auch um Mikrostrukturen aus dem 3D-Drucker.

Feierliche Siegerehrung mit 250 Gästen

Rund 250 Gäste – darunter Eltern, Betreuungslehrer und Vertreter der Stadt Hanau und des Main-Kinzig-Kreises sowie von Schulen, Verbänden und Industrie verfolgten die feierliche Siegerehrung. Dr. André Kobelt, Mitglied der Geschäftsführung der Heraeus Holding GmbH und Chief Technology Officer, zeigte sich vom Ideenreichtum der jungen Forschertalente begeistert. „Das diesjährige Motto ‚Zukunft – ich gestalte sie!‘ ist gut gewählt. Denn schließlich ist es unsere junge Forschergeneration, die Lösungen und Antworten auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen finden muss, um die Zukunft zu gestalten.“

Übersicht aller acht Erstplatzierten (jeweils 75 Euro Siegprämie)

„Jugend forscht“ – Der Sieger
Als interdisziplinäres Projekt gewann das Thema „Honig – ein natürliches Desinfektionsmittel“ von Paul Drexler und Justus Jehn vom Marianum Fulda.

„Schüler experimentieren“ – Die Sieger
Im Bereich Arbeitswelt gab es zwei erste Plätze: Das Projekt „Der Ranzen, der mitdenkt – Entwicklung eines Inventarsystems für Schulranzen“ von Adrian Faber, Markus Breitenbach und Maximilian Neidert von der Rabanus-Maurus-Schule in Fulda haben gewonnen, ebenso wie Felix Vogel und Quentin Weinbrenner von der Karl-Rehbein-Schule in Hanau mit dem Projekt „Ersatzkraftstoff Ethanol? – 100 % Ethanol durch natürliche Gärung“.

Der erste Preis im Bereich Biologie ging an Lars Steinheimer, Tamara Becker und Yusra Matzek von der Ernst-Reuter-Schule in Dietzenbach für das Projekt „Können Mehlwürmer die Antwort auf unser Plastikproblem sein?“. Dieses Projekt wurde in „Jugend forscht“ hochgestuft und nimmt am Landeswettbewerb Hessen teil.

Die beste Chemiearbeit ging an Ezgi Selin Güven von der Ernst-Reuter-Schule in Dietzenbach mit ihrem Projekt „Molekularer Kaviar – Komplexchemie in der Küche“.

Sieger in der Kategorie Geo- und Raumwissenschaften wurden zwei Projekte, beide von der Kopernikusschule in Freigericht: Julian Ruth, Mia Bäumer und Lena Schmidt gewannen mit dem Projekt „Identifizierung der Jupitermonde“ und Luis Walter, Ben Faber und Fabian Rode mit dem Thema „Winkelabstand von Doppelsternen“.

Beste Technikarbeit wurde das Projekt „Mikrostrukturen aus dem 3-D-Drucker“ von Paul Seiler von der Otto-Hahn-Schule in Hanau.

Jugend forscht ist eine gemeinsame Initiative von Bundesregierung, stern, Wirtschaft und Schulen. Schirmherr ist der Bundespräsident. Kuratoriumsvorsitzende der gemeinnützigen Stiftung Jugend forscht e. V. ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung. Die Geschäftsstelle hat ihren Sitz

in Hamburg. Dort werden die bundesweiten Aktivitäten koordiniert. Mehr Informationen unter www.jugend-forscht.de .

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