Neue EMI-Abschirmungstechnologie steigert Leistung für 5G-Mobilfunkstandards

Hanau, 09. Juli 2019

Elektromagnetische Störungen (EMI) werden in Zeiten von modernen Mobiltelefonen und 5G-Technologie zunehmend zur Herausforderung. Darum bietet Heraeus nun eine Komplettlösung bestehend aus Silbertinte, Drucker und Aushärtegerät zur EMI-Abschirmung an. Dieses System ist kostengünstiger und effektiver als alle anderen verfügbaren Optionen.

Konformale EMI-Beschichtung von Heraeus

Elektromagnetische Störungen können elektronische Geräte und Systeme stören – sowohl in der Unterhaltungselektronik wie z.B. bei Mobiltelefonen, aber auch in der Automobil-, Medizin- oder Luft- und Raumfahrtelektronik. Mit der steigenden Leistungsfähigkeit moderner Systeme und der neuen 5G-Technologie, wird EMI-Abschirmung immer wichtiger. Denn: Mit zunehmender Frequenz steigt auch die Anzahl der elektromagnetischen Störungen.

Um diesem Problem zu begegnen, hat Heraeus eine neue Lösung entwickelt. Diese basiert auf einem Drucker, der eine spezielle Heraeus Silbertinte aufdruckt und diese anschließend in einer speziellen Ultraviolett- und Infrarotanlage aushärtet. Die Kombination gewährleistet die einwandfreie Funktion von Hochfrequenz-Bordchips und deren ultraschnelle Datenübertragung.

„Wir leben in einer Welt, in der Technologien mittels 5G immer schneller, höher und weiter laufen. Unsere EMI Shielding Solution ist dafür die kostengünstigste Alternative.“, sagt Franz Vollmann, Leiter von Heraeus Printed Electronics.

Bessere Abschirmung mit weniger Investitionen

Die neue EMI-Abschirmtechnologie von Heraeus spart erhebliche Kosten und Aufwand im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen, wie Sputtern oder Metallgehäuse.

So wird im Gegensatz zum Sputtern die schützende Silberschicht durch den Einsatz von Druckdüsen mit einer Genauigkeit von einem Mikrometer auf das Trägerobjekt gedruckt.

„Unser System wird Sputtern ersetzen. Es spart nicht nur Material und Kosten, sondern führt auch zu einer deutlich besseren Abschirmleistung. Dies ist für die stetige Miniaturisierung notwendig", sagt Franz Vollmann, Leiter der Heraeus Printed Electronics.

Silberdruck bietet darüber hinaus weitere entscheidende Vorteile in Bezug auf Kosten und Effizienz. Die Investitionskosten für das neue Heraeus System liegen bei rund 500.000 US-Dollar (je nach Maschinenkonfiguration), was einem Bruchteil des Preises einer Sputteranlage entspricht. Gleichzeitig liegt die Anzahl der produzierbaren Einheiten pro Stunde zwischen 12.000 und 15.000 – mehr als das Dreifache der Leistung einer Sputteranlage.

„Zusammen mit der eingesparten Investition ist unsere Lösung bei einer Million Teilen pro Jahr 15-mal besser", erklärt Vollmann.

Innovative Verbindung

Bisherige Drucker scheiterten oft an ungeeigneten Tinten, die eingebaute Druckköpfe auf Dauer irreparabel verstopften. Der Vorteil der Heraeus Lösung liegt in ihrer innovativen Farbmolekularstruktur: Basierend auf der Metal Organic Decomposition (MOD) sind die Silberkomponenten keine einzelnen Tintennanopartikel, sondern verknüpfte Elemente organischer Molekülketten.

Nach dem Auftragen verdunsten die organischen Teile durch Wärmeeinwirkung – nur das Silber bleibt übrig. Auf diese Weise bleiben die Köpfe durch einzelne Partikel frei von Verstopfungen, was erhebliche Kosten und Aufwand spart.

HINWEIS FÜR JOURNALISTEN:
Sie besuchen die Semicon West in San Francisco? Treffen Sie unser Team am Stand 5557, um mehr über unsere neue EMI-Abschirmtechnologie zu erfahren.

Mehr Informationen unter: www.heraeus-printed-electronics.com

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