Heraeus und Partner gewinnen German Innovation Award

Hanau, den 14.06.2018

  • Das Kooperationsprojekt 3i-PRINT gewinnt den German Innovation Award 2018. Heraeus hatte hier mit seiner Kompetenz auf dem Feld der additiven Fertigung einen wichtigen Beitrag geleistet.
VW Caddy mit funktionsintegriertem 3D-Vorderwagen

Gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern zeigte Heraeus im vergangenen Jahr das volle Potenzial des industriellen 3D-Drucks für die Automobilindustrie. Das Konsortium aus den Unternehmen Heraeus, Altair, APWORKS, csi entwicklungstechnik, EOS GmbH und GERG produzierte eine neue Vorderwagenstruktur für einen alten VW Caddy. Für die Produktion der Bauteile lieferte und qualifizierte Heraeus als Experte für additive Fertigung die von der Firma APWORKS entwickelte technisch hochfeste Aluminium-Legierung Scalmalloy®. Am vergangenen Mittwoch wurde das Projekt mit dem German Innovation Award vom Rat für Formgebung ausgezeichnet.

Mit den Bewertungskriterien Innovationshöhe, Anwendernutzen und Wirtschaftlichkeit konnte das Projekt 3i-PRINT die Jury gleich doppelt überzeugen: Sowohl in der Kategorie ‚Design Thinking‘ als auch im Bereich ‚Excellence in Business to Business‘ wurde das gemeinsame Projekt als Gewinner gekürt. Der Award wurde in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen. Die Preisvergabe fand im Technikmuseum in Berlin statt.

„Im Kooperationsprojekt haben wir mit 3D-gedruckten Bauteilen einen Prototypen entwickelt“, sagt Tobias Caspari, Leiter des Start-ups Additive Manufacturing bei Heraeus. „Tatsächlich hat die additive Fertigung aber das Potential, in den nächsten Jahren fester Bestandteil der Serienfertigung in zahlreichen Industrien zu werden. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass das Projekt unter Beteiligung von Heraeus den German Innovation Award gewonnen hat“.

Der innovative Charakter des Projekts liegt in der Technologie des 3D-Drucks. Die aus Metallpulver gedruckten Bauteile haben eine besonders leichte Struktur, bleiben gleichzeitig aber sehr stabil und ermöglichen es, viele Funktionen zu integrieren. Dank additiver Fertigung und innovativem Werkstoff gelang es im Gemeinschaftsprojekt 3I-PRINT, die Möglichkeiten der Funktionsintegration zu demonstrieren, die traditionelle Fertigungsverfahren nicht bieten.