Hannover Messe 2017: Heraeus arbeitet als innovativer Industriepartner von SAP an der Zukunft des 3D-Drucks

Hanau, 20. April 2017

  • Neue Anwendung „SAP Distributed Manufacturing“ ermöglicht additive Fertigung „just-in-time“
  • Heraeus ist als Materialspezialist für Spezialmetalle ausgewählter Kooperationspartner

Additive Fertigung bei Heraeus

Auf der Hannover Messe vom 24. bis 28. April präsentiert Heraeus Additive Manufacturing als ausgewählter Industriepartner und Materialspezialist gemeinsam mit der SAP SE die neue Technologie-Plattform „SAP Distributed Manufacturing“ zur schnelleren Einführung von additiver Fertigung in Fertigungs- und Lieferketten (Halle 7, Stand B04).

Unterstützt durch die innovative SAP-Anwendung arbeiten produzierende Unternehmen gemeinsam mit Herstellern von 3D-Druckern, Dienstleistern, Materialproduzenten und Logistikanbietern in virtuellen Projekträumen an einer effizienten Fertigung von Komponenten „just-in-time“, also einer bedarfssynchronen Produktion.

Heraeus bringt als Materialspezialist große Expertise mit ein

Heraeus ist als Materialspezialist zur Herstellung von Metallpulvern für die additive Fertigung ein führender Partner für die Entwicklung neuer Metalllegierungen. Tobias Caspari, Leiter Heraeus Additive Manufacturing, ist vom Nutzen der neuen SAP-Plattform überzeugt: „Da die additive Fertigung immer ein Zusammenspiel der einzelnen Produktionsfaktoren benötigt, eignet sich der kollaborative Ansatz der Plattform ideal. Alle beteiligten Experten können live über die virtuelle Plattform zusammenarbeiten. Das spart viel Zeit und vereinfacht Abstimmungen.“

SAP Distributed Manufacturing bündelt Angebot und Nachfrage für die industrielle additive Fertigung und kombiniert das gemeinsame Design sowie die Materialoptimierung, integriert dies in die Lieferkette des Kunden und soll das Potenzial des 3D-Drucks noch besser ausschöpfen. Seit 2015 entwickelt Heraeus Spezialmetalle und die zugehörigen Prozesse für den 3D-Druck. Die Herausforderungen fangen bereits bei der Pulverherstellung an. Material- und Prozess-Know-how sind entscheidend, denn Metallpulver und Druckprozess müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein.

Additive Fertigung

Als additiv bezeichnet man Fertigungsprozesse, die durch schichtweisen Aufbau Lage für Lage Bauteile aus Metallen, Polymeren oder Sondermaterialien erzeugen. Die Nutzung additiver Verfahren wie das selektive Laserschmelzen zur Herstellung von Bauteilen aus amorphen Metalllegierungen eröffnet Anwendern neue Möglichkeiten. Im Falle der sogenannten Pulverbett-Verfahren werden Schichten eines Pulvers von typischerweise 20 bis 50 Mikrometer auf die Bauplattform aufgetragen und der Querschnitt des zu erzeugenden Bauteils per Laser oder Elektronenstrahl aufgeschmolzen und mit darunterliegenden Bauteilschichten verschweißt. In dieser Weise lassen sich schichtweise komplexeste Strukturen aus einer Vielzahl an Werkstoffen herstellen.

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