Selten-Erd-haltige Permanentmagnete gegen den Klimawandel

Heraeus forscht an der Entwicklung eines Magnetrecyclings auf Legierungsebene.

Zwei Bausteine, um dem menschengemachten Klimawandel entgegen zu treten, sind erneuerbare Energien durch Windkraftanlagen und die Elektromobilität. Beides ist eng mit Magnetwerkstoffen verbunden und ohne Selten-Erd-haltige Permanentmagnete nicht denkbar.

Doch wie grün und nachhaltig sind diese Zukunftstechnologien damit? Der Abbau von Seltenen Erden geht mit drastischen ökologischen Einschnitten durch den Einsatz von giftigen Chemikalien und radioaktiven Abräumen einher. Zudem verbraucht die Herstellung der Magnetlegierungen erhebliche Energiemengen.

Warum also nicht den Abbau reduzieren und Magnetmaterial, das schon vorhanden ist, so aufarbeiten, um damit die Zukunftstechnologien wirklich grün zu machen?

Erneuerbare Energien durch Windkraftanlagen und die Elektromobilität

Heraeus forscht an der Entwicklung eines Magnetrecyclings auf Legierungsebene. Dabei soll erstmals eine Stoffstromkette für Magnete auf der Basis von Nd-Fe-B-Legierungen in Europa aufgebaut werden. Altmagnete werden dafür gesammelt, getrennt und sortiert. Aus dem Altmagnetmaterial wird durch einen Schmelzprozess neues Magnetmaterial hergestellt. Das Verfahren bietet hohe Einsparpotentiale für Material, Energie und CO2 im Vergleich zur Primärproduktion.

Das Projekt wird unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) über das PIUS-Innovativ Förderprogramm „Modellhafte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur CO2-Reduktion“.