Solarzellen einfach drucken statt aufwändig bauen

technology report online, Juli 2014

Organische Photovoltaik lässt sich mit normalen Druckmaschinen aufdrucken und erheblich günstiger produzieren. Der Wirkungsgrad ist noch gering, aber eine Effizienzsteigerung ist nur eine Frage der Zeit.

Infrarotsystem
Ein Heraeus Infrarot-Strahler trocknet die aufgedruckten Strukturen auf einem leitfähigen Polymer.

Die Organische Photovoltaik (OPV) gilt als preisgünstige Technologie der Zukunft. Zur Herstellung organischer Solarzellen können vereinfacht normale Druckmaschinen die Substanzen auf ein preiswertes Trägermaterial aufbringen, etwa so wie Farbe auf große Papierrollen. So entstehen großflächige, flexible Solarzellen mit sehr geringem Flächengewicht.

Allerdings ist der Wirkungsgrad dieser Solarzellen mit nur fünf bis sieben % im Vergleich zu den starren Siliziumsolarzellen mit über 20 % noch zu gering, um größere Mengen Strom im Gigawatt-Maßstab zu erzeugen.

Trotzdem findet sich auch damit ein sinnvoller Einsatz: OPV-Folien auf Bekleidung zum Aufladen von Handys sind schon Realität. Mit der Steigerung des Wirkungsgrads wird die Technologie den Photovoltaikmarkt revolutionieren.

Heraeus entwickelt für die Trocknung und Sinterung von Beschichtungen der biegsamen Solarzellen Infrarot-Strahler. Auch Clevios-Produkte in Form leitfähiger Polymere spielen bei dieser innovativen Technologie eine wichtige Rolle.

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