Hitze auf Knopfdruck für das kühle Nass

technology report online, August 2014

Im Schwimmbad braucht man sauberes Wasser, darum wird es ständig gefiltert. Doch die Filterherstellung ist aufwändig – oder vielmehr sie war es: vor dem Einsatz von Infrarot-Strahlern.

Infrarot-Strahler
Quelle: Dr. Uwe Egen, IPWC
Ein speziell in dieser Form angefertigter Heraeus Infrarot-Strahler verschweißt die Naht zwischen den Hälften eines Schwimmbadfiltergehäuses.

Behälter für Schwimmbadfilter sind relativ groß, dickwandig und müssen Druck Stand halten können. Sie werden in zwei Hälften aus Polypropylen spritzgegossen und danach zusammengefügt. Eine echte Herausforderung, denn die Filtergehäuse werden später sichtbar aufgestellt, die Schweißnaht muss optisch einwandfrei sein.

Einer der größten je hergestellten Omega Infrarot-Strahler von Heraeus löst diese Aufgabe. Der Spezial-Strahler besitzt die Form des griechischen Buchstabens Omega, hat einen Durchmesser von 61 Zentimetern und ist mit einem 180° Goldreflektor ausgestattet, damit die Wärme zielgenau dort ankommt, wo sie nötig ist.

Infrarot-Strahlung erwärmt kontaktfrei, sodass kein Material an den Heizelementen kleben bleibt. Damit ist sie herkömmlichen Methoden, wie etwa der Erwärmung durch Kontaktplatten, überlegen. Darüber hinaus können die Filterbehälter-Teile exakt zentriert werden. Das verbessert die Qualität der Schweißnaht.

Durch Infrarot-Strahler wird der Herstellungsprozess also erheblich vereinfacht. Gut für sauberes Wasser. Dann steht dem nächsten Schwimmbadbesuch ja nichts im Wege.

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