Platin dreht sich immer im Kreis

technology report online, April 2015

Der Edelmetallkreislauf von Heraeus ist ein Paradebeispiel für nachhaltige Ressourcennutzung und schont dadurch unsere Umwelt.

Edelmetallkreislauf
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Die verfügbare Fördermenge an Edelmetallen aus den Minen reicht schon seit Jahren nicht mehr aus, um die steigende Nachfrage in der Automobil-, Schmuck-, Glas- und Chemieindustrie zu befriedigen. Daher ist das Recycling dieser Metalle von großer Bedeutung.

Was in vielen Wertstoffströmen unserer Gesellschaft noch Zukunftsmusik ist, ist beim Edelmetallkreislauf von Heraeus zum Recycling wertvoller und knapper Edelmetalle wie Platin bereits seit Jahren nachhaltig gelebte Praxis. Und: Das Edelmetallrecycling verbraucht im Vergleich zum bergmännischen Abbau bei der Gewinnung der gleichen Menge Platin bis zu 100 Mal weniger Energie.

Das Prinzip „Cradle to Cradle – Von der Wiege zur Wiege“

Heraeus konzentriert sich beim Recycling vor allem auf Edelmetalle in Industriekatalysatoren. Die Rückgewinnungsquoten für Edelmetalle aus diesen Materialien liegen je nach Material bei weit über 90 %. Dies nennt der Experte einen nahezu geschlossenen Stoffkreislauf. Was am Anfang in ein Produkt gesteckt wird, fließt am Ende fast vollständig wieder in den Edelmetall- bzw. Stoffkreislauf zurück. Nur wenig der wertvollen Ressourcen geht verloren – ganz nach dem Prinzip „Cradle to Cradle“.

Hintergrund: Edelmetalle

Edelmetalle sind sehr selten, und daher sehr wertvoll. Pro Jahr werden mehr als 20.000 Tonnen Silber und nur ca. 2500 Tonnen Gold gefördert. Platinmetalle sind noch seltener: Zusammen rund 500 Tonnen dieser Metalle werden weltweit aus primären Quellen und Auto-Katalysator-Recycling ausgebracht. Die Menge des jährlich gewonnenen Platins, rund 240 Tonnen, ließe sich bequem in einer Garage unterbringen.

Diese geringen Mengen stehen in einem deutlichen Kontrast zu der unentbehrlichen Rolle, welche die meisten Edelmetalle in unserem Alltag spielen. Kein modernes Auto würde ohne sie laufen, kein Computer würde funktionieren, es gäbe keine Flachbildschirme und weite Teile der chemischen Industrie, aber auch der Glas- und der Ölindustrie würden in erheblichen Schwierigkeiten stecken, ja selbst auf ein kühles Bier müssten wir verzichten.

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