Auf zu den Sternen

technology report online, Oktober 2015

Der Weltraum, unendliche Weiten – für Heraeus schon lange kein unbekanntes Gebiet mehr. Unsere Materialien und Produkte schafften es bis zum Mond und weit darüber hinaus.

 Laserreflektor
Quelle: NASA
1969: Laserreflektor auf dem Mond

Der unendliche Weltraum ist für Heraeus schon lange kein unbekanntes Gebiet mehr. Warum? In der Luft- und Raumfahrt werden z.B. spezielle Iridiumkatalysatoren (Space-Katalysatoren) genutzt, um in Triebwerken für Sonden und Satelliten den Raketentreibstoff Hydrazin zu zersetzen.

Mann im Mond

Sogar auf den Mond haben es unsere Hightech-Materialien geschafft. Die Apollo-11-Mission brachte 1969 einen Laserreflektor mit auf den Erdtrabanten. Der Reflektor dient heute noch zur genauen Bestimmung des Abstandes zwischen Erde und Mond und besteht aus einer Anordnung von 100 Tripelprismen aus dem speziell entwickelten Quarzglas Suprasil®. Bei der Abstandsmessung wird ein infraroter Laserstrahl auf die wie „Katzenaugen“ funktionierenden Retro-Reflektoren gerichtet und dann die Rücklaufzeit des Lichtes gemessen.

Gold und Platin im All

Einen Beitrag leistet Heraeus auch bei hochpräzisen Experimenten im Weltraum. Aktuell sucht die ESA mit dem internationalen Gemeinschaftsprojekt LISA (Laser Interferometer Space Antenna) nach einem Beweis für Gravitationswellen – „Kräuselungen“ in der Raum-Zeit –, über die Albert Einstein in seiner Relativitätstheorie sinnierte. Mit an Bord der Satelliten: exakt gleiche Würfel aus einer speziellen Gold-Platinlegierung mit einer Kantenlänge von 50 Millimetern. An den edlen Testmassen sollen sich durch die Gravitationswellen verursachte Abstandsveränderungen trotz minimaler Größenordnungen messen lassen.

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