Designfreiheit dank additiver Fertigung

technology report online, November 2016

Amorphe Metalle sind eine begehrte Werkstoffgruppe für den 3D-Druck und ermöglichen eine endformnahe Herstellung hochfester Bauteile mit komplexen Geometrien und anspruchsvollen Designs.

3D-Druck ist überall: Medizin, Automobil, Luft- und Raumfahrt benötigen neue metallische Werkstoffe zur Herstellung von hochtemperaturfesten Struktur- und Funktionsbauteilen. Die Herausforderungen beim 3D-Druck fangen bei der Pulverherstellung an. Material- und Prozess-Know-how sind entscheidend, denn Metallpulver und Druckprozess müssen individuell auf das gewünschte Bauteil abgestimmt sein. Seit 2015 entwickelt Heraeus anspruchsvolle Metallpulver und die zugehörigen Prozesse für den 3D-Druck.

Heraeus ermöglicht nun erstmals die komplexe Formgebung von amorphen Metallen und hat durch eine Technologiepartnerschaft sein Portfolio für 3D-gedruckte Metalle um die sehr begehrte Werkstoffgruppe erweitert. Amorphe Metalle sind für ungewöhnlich viele Hightech-Anwendungen geeignet. Sie sind schockabsorbierend, kratzfest und haben auch noch sehr gute Federeigenschaften – interessant zum Beispiel für Membranen bei Einspritzdüsen, Gehäuse für Unterhaltungselektronik oder als Lautsprecherkalotten.

Durch die additive Fertigung werden erstmals massive amorphe Metalle mit neuen Designmöglichkeiten einem Massenmarkt zugänglich - nicht nur für den langerhofften Einsatz als Strukturmaterial, sondern ebenso für die endformnahe Herstellung hochfester Bauteile mit komplexen Geometrien und anspruchsvollen Designs.

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