Wie wird das Hüftgelenk geschädigt?

Voraussetzung für eine reibungslose und schmerzfreie Bewegung im Hüftgelenk ist ein intakter Gelenkknorpelüberzug auf Hüftkopf und Hüftpfanne. Verschiedene Faktoren können zu einem Verschleiß oder einer Schädigung des schützenden Überzuges aus Knorpel führen, zur so genannten Hüftarthrose (Coxarthrose) z.B:

  • Verschleiß des Gelenkknorpels aus unbekannter Ursache (idiopathische Arthrose)
  • Gelenkentzündung (chronische Arthritis, Rheuma)
  • angeborene Fehlstellung des Hüftgelenkes (Hüftgelenksdysplasie)
  • Durchblutungsstörung des Hüftkopfes (bei Stoffwechselstörungen oder nach Unfällen)
  • Fehl- oder Überbelastung des Hüftgelenkes durch Arbeit oder Sport
  • Übergewicht wird als ungünstiger Faktor in der Entstehung und dem Verlauf einer Hüftarthrose gewertet

Verlauf der Hüftarthrose

Schädigung Hüftgelenk Arthrose

Im gesunden Hüftgelenk bildet der Gelenkknorpel eine glatte Fläche, die Reibung der Gelenkflächen ist somit sehr gering.

Bei der Hüftarthrose verliert der Gelenkknorpel zunächst unbemerkt seine Elastizität, er raut an den Stellen der größten Belastung auf und wird im weiteren Verlauf vollständig abgenutzt. Nun reiben die knöchernen Gelenkflächen aneinander, was schließlich zur Verformung von Hüftkopf und Hüftpfanne führen kann.

Schmerzen und Bewegungseinschränkung

Reiben Gelenkflächen ohne schützenden Knorpelüberzug aneinander, verspürt der Betroffene Schmerzen – zunächst nur bei Belastung, im Verlauf zunehmend auch in Ruhe, vor allem nachts. Die Schmerzen treten hauptsächlich im Bereich der Leiste auf, können aber auch in den vorderen Oberschenkel ausstrahlen.

Durch die Schmerzen und die nachfolgenden Muskelverspannungen ist die Gelenkbeweglichkeit gestört: Da das Hüftgelenk eine wesentliche Funktion - insbesondere bei alltäglichen Tätigkeiten wie Sitzen und Gehen - übernimmt, sind Betroffene in ihrem Alltag und ihrer Lebensqualität zunehmend eingeschränkt. Bereits das Anziehen von Schuhen und Strümpfen, das Treppensteigen oder das Aufstehen aus dem Bett können zur Belastung werden.

Möglichkeiten der Linderung

Je nach Ausprägung der Beschwerden versucht der behandelnde Arzt zunächst mit konservativen Methoden, die Schmerzen zu lindern. Dazu zählen schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente, Krankengymnastik, Bäder und Packungen. Dadurch können die Schmerzen verringert und die Beweglichkeit im Gelenk verbessert werden.

Allerdings gibt es derzeit noch keine gesicherte Methode, um im Gelenk wieder einen intakten Knorpelüberzug herzustellen und die Arthrose zu heilen. Führen daher alle konservativen Maßnahmen nicht mehr zur Schmerzlinderung, kann Betroffenen durch den Ersatz des erkrankten Gelenkes mittels einer so genannten Hüftendoprothese geholfen werden.

Oberschenkelhalsbruch

Schädigung Hüftgelenk Oberschenkelhalsbruch

Bei Menschen im höheren Lebensalter ist in vielen Fällen die Knochenstruktur nicht mehr so stabil, beispielsweise bedingt durch eine Osteoporose.

Dadurch kann es bei einem Sturz leichter zu einem Oberschenkelhalsbruch kommen: Der Oberschenkelknochen bricht an seiner schwächsten Stelle, dem Oberschenkelhals, kurz unter dem Hüftkopf. Häufig wird in diesen Fällen eine Hüftprothesenoperation durchgeführt, häufig auch nur als so genannte Teilendoprothese.

nach oben

Heraeus Medical

You have come to the International website. Would you like to stay or be redirected to the US website?