Lebensdauer von künstlichen Gelenken

Patienten auf Fahrrädern

Generell ist die Lebensdauer jedes künstlichen Gelenkes begrenzt. Neben mechanischen Faktoren ist die Infektion der größte Feind der Prothese. Sie kann sich in ihrer Verankerung lockern, Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit können auftreten. Dann ist meist eine Operation notwendig, bei der die Prothese durch eine neue ersetzt werden muss.

Durch den medizinischen Fortschritt, dem Einsatz vorbeugender Maßnahmen, moderner Materialien und Operationstechniken kann die Gefahr der infektionsbedingten Lockerung einer Prothese immer weiter reduziert werden. Das künstliche Gelenk verbleibt somit immer länger im Körper. Der Einsatz von antibiotikahaltigem Knochenzement reduziert das Risiko einer sogenannten periprothetischen Infektion.

Studien zeigen, dass mit Knochenzement verankerte Prothesen eine besonders lange Lebensdauer haben. So kann eine sonst eventuell nötig werdende Revisionsoperation (d.h. der Austausch der Prothese) vermieden oder zumindest lange hinausgezögert werden.