Schenkelhalsfraktur (SHF)

Hüftfrakturen sind eine schwerwiegende und ernstzunehmende Verletzung bei älteren Menschen. Die Mehrzahl der Hüftfrakturen treten als Folge von Osteoporose in Verbindung mit einem Sturz auf.1-2

Proximale Femurfrakturen erfordern die Aufnahme in ein Krankenhaus und eine umgehende chirurgische Versorgung. Hüftfrakturen älterer Menschen sind durch eine hohe Mortalitätsrate sowie bleibenden Einschränkungen bei alltäglichen Aktivitäten gekennzeichnet.3

Neben der operativen Behandlung sind gezielte Rehabilitationsmaßnahmen wichtig, damit Patienten mit Schenkelhalsfraktur (SHF) schnell genesen und ihre Mobilität wiedererlangen.4

Die Hemiarthroplastik (HA) nach Schenkelhalsfraktur stellt für mobil eingeschränkte Patienten mit schlechtem Allgemeinzustand und begrenzter Lebenserwartung eine gute Option dar. Vorteile einer HA sind eine kurze Operationsdauer sowie eine zügige Post-OP-Mobilisierung bei guten klinischen, funktionalen und radiologischen Ergebnissen.5

Reduzierung der tiefen SSI*-Rate von 3,5% auf 1,1% unter Verwendung von COPAL® G+C bei Hüft Hemiarthroplastik nach SHF6

Laut der Studienergebnisse von Sprowson et al. 2016 führt der Einsatz eines zweifach antibiotikahaltigen Knochenzements (COPAL® G+C) zur statistisch signifikanten Reduzierung der tiefen SSI*-Rate bei der Behandlung von Patienten mit einer intrakapsulären SHF. Dabei kam es zu keinem Anstieg anderer Komplikationen.

Diese doppelblinde, zweiarmige, quasi randomisierte Studie, wurde zwischen Mai 2008 und November 2011 in den Krankenhäusern Wansbeck General und im North Tyneside General Hospital, Northumbria, GB durchgeführt.

*SSI = Surgical Site Infection

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WHiTE 8 COPAL Studie

Die WHiTE 8 COPAL-Studie ist eine multizentrische, zweiarmige, randomisierte, kontrollierte Studie mit mehreren Chirurgen. Sie wird in die umfassende Kohorte der World Hip Trauma Evaluation (WHiTE) eingebettet sein.

In die Studie eingeschlossen werden alle erwachsenen Patienten ab 60 Jahren, die in den Studienzentren vorstellig werden und nach Meinung des behandelnden Chirurgen eine akute chirurgische Behandlung mit einer zementierten Hüft-Hemiarthroplastik benötigen.

Studienziel ist die Ermittlung der tiefen Infektionsrate bei Patienten, die entweder mit dem niedrig dosierten, einfachbeladenen Knochenzement (PALACOS® R+G) oder mit dem hoch dosierten, zweifachbeladenen Knochenzement (COPAL® G+C) bei der endoprothetischen Versorgung einer Hüftfraktur behandelt wurden.

Die WHiTE 8 Studie wird vom Northumbria Healthcare NHS Foundation Trust finanziell gefördert und von Heraeus Medical unterstützt. Die Studie wird von der Universitätsklinik für Unfallchirurgie Oxford, geleitet.

Möchten Sie mehr über die WHiTE 8 Studie und den Rekrutierungsprozess erfahren?

Das Studienprotokoll finden Sie hier .

1 Metcalfe D. The pathophysiology of osteoporotic hip fracture. Mcgill J Med. 2008 Jan; 11(1): 51–57

2 Liener, Becker, Rapp. Weißbuch Alterstraumatologie. W. Kohlhammer GmbH 2018

3 Johnell O, Kanis JA. An estimate of the worldwide prevalence, mortality and disability associated with hip fracture. Osteoporos Int 2004; 15: 897–902

4 NHS. Overview hip fracture. Visited on 29/06/21

5 Ossendorf C, Scheyerer MJ, Wanner GA, Simmen HP, Werner CM. Treatment of femoral neck fractures in elderly patients over 60 years of age - which is the ideal modality of primary joint replacement? Patient Saf Surg 2010; 4: 16

6 Sprowson AP, Jensen C, Chambers S, Reed M et al. The use of high-dose dual impregnated antibiotic-laden cement with hemiarthroplasty for the treatment of a fracture of the hip: The Fractured Hip Infection trial. Bone Joint J 2016; 98-B: 1534–1541