Neues, maßgeschneidertes Infrarot-System macht Flachdächer zuverlässig und schneller dicht

Eine einfache Nachrüstung mit einem Heraeus Infrarot-System ermöglicht einem britischen Hersteller für Bedachungssysteme wesentlich zuverlässigere Produktionsprozesse und damit eine erheblich verbesserte Qualität.
Dicke, reißfeste und witterungsbeständige Folien machen Flachdächer dicht. Besonders bei mehrlagigen Folien ist äußerste Sorgfalt bei der Herstellung nötig, denn die Lagen müssen stabil und schlüssig miteinander verbunden sein. Mit Infrarot-Wärme ist dies schnell und sicher möglich, da die Wärmestrahlung in sehr kurzer Zeit gezielt die Oberfläche homogen über die ganze Warenbahn erwärmt.

Heraeus Noblelight präsentiert diese und weitere innovative Infrarot-Lösungen auf der Messe ICE vom 21. bis 23. März in München.

IKO PLC ist als britischer Marktführer in der Konstruktion, Herstellung und Montage von Dach- und Abdichtungssystemen etabliert. In Clay Cross werden hauptsächlich Ein- und Mehrschicht-Systeme für Flachdächer produziert. Dabei wird eine erste Lage Polymermaterial mit einem textilen Grundgewebe verbunden. Diese Anordnung kann dann mit einer oder mehreren zusätzlichen Schichten aus Polymer erweitert werden.
Das Verbinden mit zusätzlichen Polymerschichten erfolgt in einem kontinuierlichen Verfahren. Dabei wird eine Bahn aus gittergestütztem Polymer bei Geschwindigkeiten von bis zu 10 m/min auf einer Trommel mit einer weiteren Polymerbahn in Kontakt gebracht. Die Oberfläche des gittergewebten Polymers wird erwärmt, damit sie anschmilzt. Danach werden beide Polymerschichten durch Druck miteinander verbunden.
Schnelle mittelwellige Infrarot-Strahler und Carbon Infrarot-Strahler von Heraeus Noblelight helfen IKO PLC eine hervorragende Bindung zwischen den Schichten des Polymermaterials in der Clay Cross-Produktionsanlage zu erreichen.



Infrarot-System sitzt in speziell konstruiertem Reflektor
Es ist wichtig, die Polymerschichten schnell an der Oberfläche zu erwärmen, ohne sie jedoch vollständig zu erhitzen, damit die Folien nicht erweicht und gedehnt werden. Dies erfordert eine energiereiche Infrarot-Strahlung, die in sehr kurzer Zeit gezielt die Oberfläche homogen über die ganze Warenbahn erwärmt. IKO PLC setzt dafür ein Infrarot-System ein, das in einem speziell konstruierten Reflektor sitzt. Dieser folgt der Krümmung der Trommel, damit eine homogene Wärmeübertragung erreicht wird. Das Infrarot-System enthält sechs schnelle mittelwellige Strahler und zwei Carbon Infrarot-Strahler (CIR). Jeder Strahler besitzt eine Leistung von 11 kW. Die CIR Strahler sorgen dafür, dass sämtliche Feuchtigkeit aus dem Polymer getrieben wird, während die kürzere Wellenlänge der schnellen mittelwelligen Strahler stärker eindringt und etwas tiefer erwärmt.

Das von Heraeus passgenau an die Anforderungen und Bedürfnisse des Kunden entwickelte und gebaute System ersetzt ein bisher von einer italienischen Firma geliefertes IR-System, das sich im Betrieb als unzuverlässig erwies. Andrew McArthur, Produktionsingenieur bei IKO, betont: "Die Nachrüstung des neuen Systems erwies sich als ganz einfach, obwohl wir wenig Platz zum Rangieren hatten. Und jetzt erhalten wir an dieser wichtigen Stufe der Produktion eine zuverlässigere und bessere Polymerhaftung.”



Infrarot-Strahler bringen Energie genau an die richtige Stelle
Folien für die Bedachung, aber auch Behälter, Griffe, die Instrumententafel – viele Produkte aus Kunststoff werden aus Einzelteilen hergestellt, die dann durch Schweißen, Kleben oder Laminieren in ihre endgültige Form gebracht werden.
Diese Verbindungsprozesse sollen zuverlässig funktionieren und Produkte in hoher Qualität liefern. Verbindungen werden häufig mit Hilfe von Wärme verwirklicht und die nötigen Wärmequellen müssen sich störungsfrei in die Gesamtanlage einfügen – eine Herausforderung für jeden Konstrukteur oder Anlagenbauer. Infrarot-Strahler kommen seit Jahren zum Einsatz, weil sie Wärme sehr kompakt und in hoher Leistung an die richtige Stelle bringen.

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