RFA Programm

Laborgeräte für die Probenherstellung zur Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA)

In vielen Industriezweigen, wie z.B. der Eisen- und Stahlindustrie, Zementfabrikation und Futter- und Düngemittelindustrie, Feuerfestindustrie und generell der metallverarbeitenden Industrie, wird die RFA zur Qualitätssicherung der laufenden Produktion eingesetzt. Neben der direkten Analyse von Pulverpresslingen gewinnt - wegen der höheren Genauigkeit - die Analyse von Proben, die durch einen Schmelzaufschluss homogenisiert werden, eine immer höhere Bedeutung.

Die gute Beständigkeit von Platin – auch in Temperaturbereichen von 1.100 bis 1.200 °C – wird durch das Zulegieren von 5 % Gold noch verbessert. Die Legierung hat eine höhere Festigkeit und außerdem, besonders für Silicatschmelzen, eine geringere Benetzung. Dadurch lösen sich Schmelzen besser aus Tiegeln und Abgießschalen.

Tiegel in einem Labor

Die analytische (innere) Oberfläche von Abgießschalen muss glatt, glänzend und sehr eben sein, um eine einwandfreie Schmelztablette garantieren zu können. Das Streuen der reflektierten Röntgenstrahlen durch Oberflächendefekte kann zu Fehlern im Analyseergebnis führen. Deshalb werden alle Abgießschalen einer aufwendigen Endkontrolle unterzogen und die Ebenheit gemessen.

Der Schmelzaufschluss ist eine Methode zur Probenvorbereitung für die RFA (Röntgenfluoreszensanalyse), ICP-MS (Inductively Coupled Plasma - Mass Spectrometry) und AA (Atomic Absorption). Das Probenmaterial wird zusammen mit Flux in einem PtAu5-Tiegel zu einer homogenen Mischung aufgeschmolzen. Dieser Prozess kann manuell oder in einem automatisierten Schmelzaufschlusssystem durchgeführt werden. Dabei wird nicht das eigentliche Probenmaterial bis zum Schmelzpunkt erhitzt, sondern das Flux gerade über den eigenen Schmelzpunkt (~1.050 °C). Dadurch oxidiert das Probenmaterial und wird gelöst, es bildet mit dem Lithium Borat Flux eine homogene Mischung. Diese Mischung wird dann in eine PtAu5-Abgießschale abgegossen, kühlt ab und erstarrt zu einer Schmelztablette, die dann in der RFA analysiert wird. Alternativ kann die Schmelze auch in ein Gefäß mit Lösung, meist verdünnte Säure, abgegossen und dann mittels ICP-MS oder AA analysiert werden.

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DPH Werkstoffe

Mit der Entwicklung der dispersionsgehärteten Platinwerkstoffe (DPH) hat Heraeus eine neue Werkstoffklasse geschaffen. Die Einlagerung feinverteilten Zirkoniumoxyds als Dispersoid behindert das Kornwachstum bis knapp unter den Schmelzpunkt. Dadurch erhöhen wir die mechanische Festigkeit auch im Einsatz unter hohen Temperaturen und erreichen deutlich erhöhte Standzeiten. Und das bei gleichbleibendem oder sogar reduziertem Edelmetalleinsatz.

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