Heraeus Edelmetallprognose: Gold und Silber im Jahresverlauf durch stärkeren US-Dollar belastet, Preise der Platinmetalle durch industriellen Verbrauch gestützt

Hanau, 25.01.2018

  • Erstmals veröffentlicht Heraeus Precious Metals seine Edelmetallprognose in Kooperation mit der renommierten SFA Oxford.

Heraeus Edelmetallbericht gibt Einblicke in die Preisentwicklung der Erde
Quelle: Heraeus

Heraeus Precious Metals, weltweit größter Anbieter von industriellen Edelmetallservices, hat seine neue Edelmetallprognose für 2018 veröffentlicht. Der Bericht gibt einen Ausblick auf das Jahr 2018 und liefert Hintergründe zu den Preisentwicklungen der Edelmetalle.

Die vollständige Heraeus Edelmetallprognose kann im Downloadbereich heruntergeladen werden.

Die einzelnen Edelmetallprognosen für 2018 in Kürze:

Der Aufschwung des Goldpreises wird abgebremst: Im Jahr 2017 nahm der Goldpreis um 12 Prozent zu. Im Jahresverlauf rechnet Heraeus mit einem wiedererstarkten US-Dollar, der die derzeitige Aufwärtsbewegung beim Goldpreis umkehren dürfte. Die zu erwartende sinkende Liquiditätszufuhr der Zentralbanken, sowie steigende Renditen von Staatsanleihen sprechen dafür. Im Gegenzug dürften die politischen Konflikte in Korea und dem Nahen Osten unterstützend wirken, Gold bleibt damit weiter ein sicherer Hafen für Investoren. Es wird eine Handelsspanne zwischen 1.175 bis 1.375 $/oz erwartet.

Der Silberpreis hängt an der Entwicklung des Goldpreises: Die industrielle Nachfrage für Silber ist 2017 leicht gewachsen, im Wesentlichen getragen von der stark wachsenden Photovoltaikindustrie. Dieser Trend dürfte sich im Jahr 2018 fortsetzen, wird aber nicht ausreichen um eigene Impulse zu setzen. Ohne neues Interesse von Anlegern dürfte die Entwicklung des Silberpreises an der Entwicklung des Goldpreises hängen. Im Jahresverlauf wird daher mit tieferen Preisen gerechnet. Die Experten von Heraeus Precious Metals rechnen mit einer Preisspanne zwischen 15,25 bis 18,00 $/oz.

Erholung beim Platinpreis: Die Marktbedingungen für Platin werden sich im Jahr 2018 verbessern. Die Nachfrage der Schmuckindustrie dürfte steigen, während sich der Verbrauchsrückgang aufgrund des Diesel-Skandals in der Automobilindustrie abflachen wird. Der Durchschnittspreis wird zwischen 860 bis 1.050 $/oz erwartet.

Der Palladiumpreis pendelt sich auf dem derzeitig hohen Niveau ein: Palladium profitierte in den vergangenen Jahren vom starken Wachstum der Automobilindustrie, die 80 % der Nachfrage verantwortet. Aufgrund des Wegfalls von Steuervorteilen im wichtigsten Automarkt China, sowie einem schwächeren Wachstum des US Marktes dürfte sich der Zuwachs deutlich abflachen. Es wird mit Preisen zwischen 900 bis 1.170 $/oz gerechnet.

Weitere Prognosen zur Entwicklung der Platingruppenmetalle Rhodium, Ruthenium und Iridium sind der Langfassung zu entnehmen.

„Wer Fehlentscheidungen vermeiden will, muss den Markt besser verstehen als der Rest der Marktteilnehmer“, sagt Hans-Günter Ritter, Leiter Global Trading bei Heraeus. „Durch die Partnerschaft mit dem renommierten SFA Oxford, die weit über die Erstellung der Jahresprognose hinausgeht, bietet Heraeus als größter Edelmetallservice-Anbieter der Welt seinen Kunden jetzt noch umfangreichere Markteinblicke und Analysen“.

Die Handelsspannen im Überblick:

Edelmetall Bandbreite
Gold 1.175 bis 1.375 $/oz
Silber 15,25 bis 18 $/oz
Platin 860 bis 1.050 $/oz
Palladium 900 bis 1.170 $/oz
Rhodium 1.400 bis 2.100 $/oz
Ruthenium 165 bis 275 $/oz
Iridium 850 bis 1.100 $/oz
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