Quarzglasrohre für die Faserherstellung

Quarzglasrohre kommen bei der Herstellung von Lichtleitfasern in vielfältigen Anwendungsbereichen zum Einsatz. Für gewöhnlich sind sie Bestandteil einer Lichtleitfaser-Vorform. Typische Anwendungsbereiche umfassen:

  • Substratrohre für CVD-Verfahren
  • Mantelrohre zur Verwendung als Cladding-Material
  • RIC-Zylinder als Cladding-Material für die Massenproduktion

Quarzglasrohre werden in vielen verschiedenen Größen angeboten; ihre wesentlichen Merkmale sind die geometrische Maßhaltigkeit, die chemische Reinheit und der OH-Gehalt.

Hochreine Quarzglasrohre

Heraeus bietet diese Rohre in zwei Materialsorten an, die sich hinsichtlich ihres spezifizierten OH-Gehalts unterscheiden. Dabei handelt es sich um den etablierten Industriestandard F 300® und um die „wasserfreie“ Materialsorte F 500®. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Datenblatt oder wenden Sie sich an unsere Experten.

Stark fluordotierte Rohre

Diese Rohre weisen einen niedrigeren Brechungsindex als (die oben genannten) hochreinen Quarzglasrohre und eine niedrigere Viskosität auf. Ein typischer Anwendungsbereich ist die Anpassung der Viskosität zur Beeinflussung der Spannung in der Faser. Alternativ können die Rohre aufgrund des unterschiedlichen Brechungsindexes auch als Cladding für Spezialfaser-Vorformen, als Pump-Cladding für Faserlaser oder als Komponenten zur Herstellung von photonischen Kristallfaser-Vorformen eingesetzt werden.
Weitere Informationen zu Spezialfaser-Vorformen
Weitere Informationen zu Faserlasern

Rohre sind mit einem einheitlichen Dotierungsniveau erhältlich oder können einen mehrlagigen Aufbau aus dotiertem und undotiertem Quarzglas aufweisen.

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Datenblatt oder wenden Sie sich an unsere Experten.

Kapillarrohre

Diese Rohre weisen einen Außendurchmesser von 1 bis 5 mm und eine enge geometrische Toleranz auf. Typische Anwendungsbereiche umfassen die Herstellung von photonischen Kristallfaser-Vorformen und Faserkombinierern. Diese Rohre sind in hochreinem Quarzglas oder fluordotiertem Quarzglas erhältlich. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Datenblatt oder wenden Sie sich direkt an unsere Experten.

RIC-Zylinder als Quelle für Cladding-Material in der Großserienfertigung

Diese Zylinder besitzen einen Nennaußendurchmesser (AD) von bis zu 200 mm und werden nach präzisen Toleranzen gefertigt. Sie werden im RIC®-Verfahren für die Massenproduktion von Singlemode-Lichtleitfasern eingesetzt. Der spezifische Innen- und Außendurchmesser muss zu Ihren Kernstäben passen. Unsere Experten sind gerne bereit, Ihre technischen Fragen zu diesem Verfahren zu beantworten und Ihnen bei der Implementierung in Ihre Produktionsprozesse behilflich zu sein. Die Lieferung von RIC®-Zylindern ist in der Regel eine strategische Entscheidung für eine langfristige Partnerschaft.
Wenn Sie RIC® in Betracht ziehen, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.
Weitere Informationen zum RIC®-Verfahren

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