FAQ Infektionen & Antibiotika

Diagnose und Therapie

Diagnose:

  • Unter Diagnose versteht man die Zusammenfassung und Bewertung der Erkenntnisse der Diagnostik über die Symptome einer Krankheit und benennt und klassifiziert die Erkrankung.
  • Sie bildet die Grundlage für die nachfolgende ärztliche Behandlung (Therapie).

Diagnostik:

  • Ist der Oberbegriff für alle Maßnahmen, die zu Erkennung (Diagnose) einer Krankheit führen und
  • umfasst körperliche und ggf. apparative Untersuchungen, Laboranalysen von Körpergeweben und Ausscheidungen, bildgebende Verfahren u.v.a. mehr.

Im weitesten Sinn sind Screenings systematische Testverfahren, um in einer großen Zahl von Elementen (z. B. Patienten, Krankheitserreger usw.) einzelne Elemente mit bestimmten Eigenschaften zu identifizieren.

Im Fall von Krankheitserregern/Antibiotikaresistenzen werden z. B. in einem Krankenhaus systematisch alle neu aufgenommenen Patienten auf das Vorhandensein bestimmter resistenter Keime getestet („Eingangsscreening“). Es kann zur Eindämmung der Ausbreitung bestimmter Keime beitragen, ist jedoch kein Allheilmittel, da es aufwändig und teuer ist, nur einen bestimmten Keim betrifft und das Auftreten neuer Stämme nicht erfassen kann.

Bei Protheseninfektionen werden heutzutage sogenannte einzeitige und zweizeitige Behandlungskonzepte angewendet.

  • Beim einzeitigen Konzept wird in einer Operation die infizierte Prothese nach radikaler chirurgischer Entfernung des infizierten oder bereits abgestorbenen Gewebes durch eine Revisionsprothese ersetzt.
  • Beim zweizeitigen Konzept werden zwei Operationen im Abstand von mehreren Wochen durchgeführt. Im ersten Eingriff wird zunächst die infizierte Prothese entnommen, das infizierte Gewebe entfernt und nach einem Überbrückungszeitraum von mehreren Wochen die neue Prothese implantiert. In der Überbrückungszeit erhalten die Patienten in der Regel einen sog. Spacer aus Knochenzement, der ca. vier Wochen lang ein Antibiotikum in hohen Konzentrationen direkt in die infizierte Gelenkhöhle abgibt. Als Platzhalter verhindert er eine Verkürzung der Muskeln und Bänder um das betroffene Gelenk und ermöglicht dem Patienten limitierte Bewegungen und Teilbelastungen. Er wird beim Einbau der neuen Prothese entfernt.
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