Komplikationen bei Gelenkersatz-Operationen

Patientengespräch

Der Gelenkersatz ist eine der häufigsten, selbst bei hochbetagten Menschen durchgeführten Operationen. Die Vorteile dieser Operation überwiegen meist, doch birgt sie wie jede andere Operation auch Risiken. Durch Vorbeugung, eine schonende Operationstechnik und gewissenhafte Nachsorge können Komplikationen jedoch in der Regel vermieden werden.

Zu den allgemeinen Komplikationen, die bei jeder Operation auftreten können, zählen:

Thrombose/Embolie, Verletzung von Nerven oder Knochen, Nachblutungen und Bluterguss im Wundgebiet oder die Störung der Wundheilung

Nach Gelenkersatz Operationen können darüber hinaus in einigen Fällen folgende spezielle Komplikationen vorkommen, die möglicherweise zu einer Wechseloperation führen können:

Heraeus Medical als Hersteller von Knochenzementen sind nur sehr selten Fälle von allergischen Reaktionen bei Patienten bekannt geworden. In wenigen Fällen lassen sich diese zum einen auf die in Implantaten verwendeten Metalllegierungen oder aber auf einen Bestandteil des Knochenzementes zurückführen.

Manche Patienten vertragen jedoch die eingebrachten Metallimplantate, obwohl sie eigentlich gegen Metalle allergisch sind.

Eine Prüfung der ausgehärteten Knochenzemente der Heraeus Medical hat ergeben, dass diese grundsätzlich kein sensibilisierendes Potential aufzeigen.

Im Zusammenhang mit der Zementierung einer Endoprothese können während der Operation u. a. vorübergehende Schwankungen von Blutdruck und Puls auftreten. Als wahrscheinlichste Ursache gelten kleinste Fett- und Knochenmarkteilchen, die während der Fixierung der Prothese mit Knochenzement in den Blutkreislauf geschwemmt werden.

Zur Vorbeugung eines möglichen Knochenzement-Implantations-Syndroms wird der Operateur den für die Endoprothese vorbereiteten Knochen vor Einbringung des Knochenzementes gründlich mit einer isotonen Lösung spülen.

Das Knochenzement-Implantations-Syndrom tritt nur sehr selten als Komplikation während einer Gelenkersatz Operation auf. Das Risiko hierfür ist deutlich geringer als das einer Infektion.

Mechanische Probleme oder aber auch Infektionen können bereits nach einigen Wochen oder wenigen Monaten nach der Operation zu einer Prothesenlockerung führen. Dies äußert sich durch Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit, bei Infektion teilweise auch durch Fieber und Abgeschlagenheit.

  • Auslöser einer frühzeitig auftretenden Protheseninfektion sind in der Regel Bakterien, die sich über den Blutkreislauf verbreiten und das künstliche Gelenk befallen. Der Patient sollte daher z. B. bei einer Blasen-, Zahnwurzel- oder Stirnhöhlenentzündung den Hausarzt aufsuchen und sich behandeln lassen.
  • Häufiger besiedeln Bakterien die Prothese bereits während der Operation, treten jedoch erst nach monatelanger Verzögerung als Infektion in Erscheinung. Zur Vorbeugung wird daher schon bei der Prothesenoperation häufig Knochenzement verwendet, dem ein Antibiotikum zugesetzt ist.

Liegt eine Infektion vor, muss die von Bakterien besiedelte Endoprothese meist durch eine neue ersetzt werden (Wechseloperation).

Bestimmte Bewegungen oder ein Sturz können dazu führen, dass der Kopf des künstlichen Gelenks aus der Pfanne springt – das Gelenk ist ausgekugelt, man spricht von einer Prothesenluxation. Dabei treten Schmerzen auf und das Gelenk kann kaum bewegt werden. Das Gelenk wird meist in Narkose wieder eingerenkt.

Im Gewebe um die Hüftendoprothese können sich Wochen bis Monate nach der Operation schmerzhafte Verkalkungsherde bilden. Durch die Gabe entzündungshemmender Medikamente kann der Verkalkung vorgebeugt werden. Alternativ kann das operierte Hüftgelenk zur Vorbeugung und auch zu therapeutischen Zwecken bestrahlt werden.

Nach einer Knieprothesenoperation können schmerzhafte Verwachsungen der Gelenkkapsel auftreten. Vorbeugend sollten krankengymnastische Übungen frühzeitig, d. h. bereits einen Tag nach der Operation, beginnen.

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Heraeus Medical

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