Marktbericht

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Heraeus Edelmetall Bulletin

  • Edition 16 - 10. Mai 2021

Die kleinen Platingruppenmetalle liegen beim Preiszuwachs vorne – wie lange noch?

Iridium hat die PGM Preise nach oben getrieben. Das PGM mit dem kleinsten Markt hat dieses Jahr den größten Zuwachs erzielt, der Preis hat sich mehr als verdoppelt. Den zweitgrößten Zuwachs verzeichnete Ruthenium, das um beachtliche 69% teurer geworden ist. Die Märkte für Platin und Palladium sind deutlich größer und liquider und die Preise sind weniger stark gestiegen.

Die hohen Preise lassen die Kosten für Verbraucher steigen. Für Iridium ist dieses Jahr eine Nachfrage in einer Größenordnung von ca. 250.000 Unzen (ca. 7,8 t) zu erwarten. Der große Preissprung, ausgehend von einem Durchschnittspreis von $1.607/Unze im vergangenen Jahr, führt dazu, dass Verbraucher drei- bis vierfach höhere Kosten verzeichnen als 2020. Für Ruthenium werden die Kosten um ca. 50 – 60 % höher liegen.

Die Metallverfügbarkeit dürfte sich im Jahresverlauf verbessern. Nach Unterbrechungen in Südafrika im vergangenen Jahr wird sich die raffinierte Produktion normalisieren. Darüber hinaus haben große Produzenten aufgrund von Problemen in deren Schmelzanlagen unraffinierte Metallbestände aufgebaut. Es ist davon auszugehen, dass Teile der Bestände dieses Jahr verarbeitet werden und auf den Markt kommen. Dies dürfte sich stärker auf die Metallverfügbarkeit auswirken als die durch Wassereinbruch bedingten Unterbrechungen in russischen Minen. Die jährliche russische Produktion ist mit ca. 25.000 Unzen (ca. 780 kg) Iridium und ca. 40.000 Unzen (ca. 1.240 kg) Ruthenium relativ gering. In Summe dürfte sich die Metallverfügbarkeit verbessern und die Preise könnten im Jahresverlauf zurückgehen.

Die Nachfrage dürfte mittelfristig zulegen. Um neue Endanwendungen zu ermöglichen, müssen jedoch die Preise und das Angebot stabil und zuverlässig sein. Iridium sowie Ruthenium sind Schlüsselmetalle in PEM Elektrolyseuren (PEM = Proton Exchange Membrane oder Protonen Austausch Membran) und Brennstoffzellen und haben in den nächsten zehn Jahren damit das Potential sich zu einem signifikanten Markt zu entwickeln. Derzeit gibt es keine Anzeichen für eine Abkehr von der PEM Technologie. Es ist davon auszugehen, dass F&E Aktivitäten einen sparsameren Einsatz der Metalle ermöglichen und dazu beitragen, Kosten in Zukunft zu senken.

Das südafrikanische Angebot wird stabil bleiben. Die hohen Preise für Palladium und Rhodium unterstützen in Südafrika den Ausbau von Kapazitäten, die als Ersatz für ausgebeutete Minen benötigt werden sowie die Wiederaufnahme der Produktion von stillgelegten Minen und von Expansionsprojekten. Einige Projekte sind noch in der Bewertungsphase, andere wurden bereits zur Umsetzung angekündigt. Allerdings wird es mindestens zwei Jahre dauern, bis die Produktion beginnt. Dies wird helfen das Angebot bis zur Mitte der Dekade mehr oder weniger auf dem heutigen Niveau zu halten. Jede weitere Ersatz- oder Erweiterungskapazität, die durch die hohen Preise interessant wird, würde das Angebot zusätzlich verbessern.

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