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Heraeus Edelmetall Bulletin

  • Nr. 15 | 09. Mai 2022

Zinsen vs. Gold - Die Folgen der neuen Fed-Politik

Die Inflation befindet sich in den USA und Europa auf dem höchsten Stand seit 40 Jahren. Der Goldpreis erreichte Anfang März ein Rekordniveau in Euro und näherte sich seinem Rekordniveau in US-Dollar, aber jetzt wird Gold in Euro um 6 % und in Dollar um 9 % niedriger gehandelt, obwohl die Inflation im März weiter gestiegen ist. In der Eurozone liegt diese nun bei 7,4 % und in den USA bei 8,5 %.

Die Federal Reserve macht nun Ernst mit den Zinserhöhungen. Wie erwartet hat die Fed letzte Woche den Tagesgeldsatz um 50 Basispunkte angehoben. Eine Anhebung um 75 Basispunkte scheint vom Tisch zu sein, wobei ein Anstieg um 50 Basispunkte bei den nächsten beiden Sitzungen wahrscheinlich sein dürfte. Allerdings hat der Futures-Markt seine Prognosen für die Geschwindigkeit, mit der er Zinserhöhungen bei späteren Sitzungen einpreist, nur geringfügig korrigiert. Ein Anstieg um 75 Basispunkte scheint daher immer noch möglich zu sein.

Führen die Straffungsmaßnahmen der Fed in eine Rezession? Im April kam es zu einer inversen Zinsstruktur, die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen fiel unter die Rendite 2-jähriger Staatsanleihen. In der Vergangenheit war dies ein zuverlässiger Indikator für eine Rezession, obwohl die Zeiträume von der Inversion bis zum Beginn der Rezession unterschiedlich lang waren. In den 1970er Jahren stiegen die Inflation und der Goldpreis im ersten Teil einer Rezession weiter und erreichten Rekorde, aber als die Inflation zu fallen begann, ging auch der Goldpreis zurück.

Sollte die Inflation weiter steigen, hätte Gold weiteres Aufwärtspotential. Bis zur nächsten Fed Sitzung dauert es sechs Wochen, während die Zinsobergrenze derzeit nur 1 % beträgt, wodurch der Realzins weiter hoch negativ bleibt. Es stellt sich die Frage, wie hoch die Inflationsrate für April ausfallen wird. Die US-Daten werden am Mittwoch veröffentlicht. Die EZB hinkt der Fed hinterher und wird voraussichtlich erst in einigen Monaten mit Zinserhöhungen beginnen. Der Euro hat sich abgeschwächt und das könnte sich fortsetzen, da die Fed die Zinsen schneller erhöht und die EZB langsamer bzw. verzögert reagiert, was den Goldpreis in Euro unterstützt.

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