Marktbericht

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Heraeus Edelmetall Bulletin

  • Edition 32 - 06. September 2021

Der Palladiumpreis ist nur so stark wie sein schwächstes Glied

Die Palladium-Futures-Position der nicht-kommerziellen Marktteilnehmer hat sich zum ersten Mal seit über 15 Jahren „Netto“ auf die Shortseite gedreht. Nicht-kommerzielle Händler sind große Fonds, die auf Preisbewegungen spekulieren. Sie nehmen entweder eine Long-Position ein, bei der sie von einem steigenden Preis profitieren oder setzen auf eine Short- Position, bei der sie von einem fallenden Preis profitieren Die Nettopositionen bewegten sich bereits im Februar 2021 und davor im März 2020 im Anschluss an eine kräftige Preisrally gegen Null. Aktuell befinden sich die Nettopositionen auf einem noch niedrigeren Stand als zu diesen Zeitpunkten. Historisch gesehen waren Tiefpunkte bei der spekulativen Positionierung konträre Indikatoren und traten gegen Ende eines Kursrückgangs auf.

Die Netto-Long-Positionen der spekulativen Marktteilnehmer sind seit Beginn der Pandemie im März 2020, als der Palladiumpreis innerhalb einer Woche von über 2.500 USD/Unze auf 1.540 USD/Unze fiel, sehr niedrig. Der Preis hat sich in der Zwischenzeit gut erholt und bewegt sich wieder in die Nähe von 2.500 USD/Unze. Die spekulativen Long- Positionen haben sich dazu allerdings nicht proportional erholt, was ein Zeichen dafür ist, dass die Anleger für die nahe Zukunft weniger zuversichtlich sind, dass höhere Preise erreicht werden können.

Werden die Wetten der Händler aufgehen oder gibt es Raum für einen Preisanstieg? Saisonale Trends deuten darauf hin, dass der Palladiumpreis im vierten Quartal steigen wird, aber anhaltende Lieferkettenprobleme in der Automobilindustrie (Chipknappheit) und Ankündigungen weiterer Kürzungen der Fahrzeugproduktion könnten den Preis auf seinem aktuellen Kurs halten. Der Markt hat die mit den Betriebsstörungen bei Nornickel Anfang dieses Jahres verbundenen Einschränkungen bei der Metallversorgung bereits eingepreist, aber jede Verzögerung bei der Rückkehr zur vollen Kapazitätsauslastung der Palladiumproduktion könnte den Preis stützen. Auf Basis der fundamentalen Daten ist für dieses Jahr weiterhin ein Defizit auf dem Palladiummarkt zu erwarten. Obwohl dies mit höheren Preisen verbunden sein sollte, besteht durch die Schwäche des Automarktes ein erhebliches Abwärtsrisiko, welches für den Rest des Jahres 2021 anhalten dürfte.

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